Überprüfung der Milchsammelwagen (MSW)

Gemäß der Landesgüteverordnung-Milch muss die Entnahme der Milchproben für die Güteuntersuchung automatisch im Milchsammelwagen erfolgen. Die dazu erforderlichen Probenahmeanlagen dürfen nur nach Abnahme durch die Untersuchungsstelle eingesetzt wer­den.  Die Abnahmen erfolgen jährlich entsprechend DIN 11868, Teil 1 (Ausgabe 11/1999). Ein Teil der Probenahmeanlagen wird auf Wunsch der Molkereien oder dann, wenn bei einem Probenahmedurchgang in der Regel die Anlieferungsmilch von mehr als 100 Milcherzeugern beprobt wird, alle sechs Monate abgenommen.

Während der technischen Überprüfung erfolgen mit den Fahrern gezielt Ge­spräche über die ordnungsgemäße Handhabung der Probenahme. Hierbei wer­den besonders die Notwendigkeit der richtigen Vorprobenziehung und die Ein­stellung des Mengenteilers besprochen. Die Ergebnisse jeder einzelnen Prü­fung werden der jeweiligen Molkerei, dem Spediteur und dem Leiter des Prüf­labors mitgeteilt. Fahrzeuge, die die Prüfung nicht bestanden haben, werden bis zur Behebung des Fehlers und erfolgter Widerholungsprüfung nicht zur Probenzie­hung eingesetzt. Die Prüfungen in NRW werden durch zwei Fachbe­rater der Landwirtschaftskammer NRW und einem Mitarbeiter des Landeskon­trollverban­des vorgenommen.

Bei der Prüfung der Probenahmeanlagen in den Sammelfahrzeugen wird mehrere Stunden aufgerahmte Milch ohne vorheriges Rühren aufge­tankt. Sie erstreckt sich auf eine Repräsentativitäts- und eine Verschleppungsprüfung. Die Ergebnisse der automatisch genommenen Proben müssen dabei mit den gut gerührten Handproben übereinstimmen.

Milchsammelwagenfahrer - Kein einfacher Job