17.04.2018  |  Alter: 157 Tage  |  Kategorie: Startseite

Information der Untersuchungsämter zu BVD-Gewebeproben

Hoher Schaden bei Ohrstanzenversand durch unterfrankierte Briefe

Seit 2010 versenden die nordrheinwestfälischen Rinderzuchtbetriebe die beim Einziehen der VVVO-Ohrmarken gewonnen Gewebeproben – jedes Jahr ca. 450.000 bis 470.000 – direkt an die vier Untersuchungseinrichtungen des Landes (CVUÄ) zwecks Untersuchung auf das Bovine Virus Diarrhoe Virus (BVD).

Grundsätzlich sind alle Probeneinsendungen an die CVUÄ vom Absender bzw. Auftraggeber ausreichend zu frankieren, wobei es Ausnahmen, bei denen der Einsender seine Proben unfrei an die CVUÄ versenden darf, nicht gibt.
Die Beschriftung „Freigestellte veterinärmedizinische Probe“ mag dies suggerieren – dieser Zusatz hat aber beförderungstechnische Hintergründe, damit die Proben von der POST als Maxibrief zu dem z.Zt. gültigen Porto von 1,45€ transportiert werden.

Was bei Einsendungen von Blut- und Milchproben sowie anderem diagnostischem Material durch die beauftragten Tierärzte offensichtlich eine Selbstverständlichkeit ist, scheint bei einer zunehmenden Zahl von Landwirten alles andere, als die Regel zu sein. Indiz dafür ist die im Rückblick der vergangenen Jahre drastisch zunehmende Zahl der unterfrankierten Briefe, sodass im abgelaufenen Jahr 2017 durch Nachportoforderungen der Deutschen Post den CVUÄ rund 20.000€ Schaden entstanden ist – Tendenz steigend.

Vor diesem Hintergrund behalten sich die Untersuchungsämter das Recht vor, ab sofort gegenüber den Verursachern, also allen Landwirten, die unterfrankierte Briefe einsenden, die entstandenen Kosten (Porto incl. Strafporto) geltend zu machen.

Um zukünftig unnötig erhöhte Kosten und zusätzliche Verzögerungen in der Bearbeitung von Ohrgewebeproben für die BVD-Untersuchung zu vermeiden, müssen die Versandtaschen (sollten über den LKV bezogen werden)
alle und ausnahmslos
ausreichend frankiert (Maxibrief z.Zt. 1,45€) und frei gemacht werden.

Bei Fragen stehen Ihnen die bekannten Ansprechpartner in den vier CVUÄ zur Verfügung.